In eigener Sache/Aktuelles
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen als Patienten verschiedene Infos aus der Gesundheitspolitik oder anderen Bereichen, die für uns Ärzte und für Sie als Patient wichtig sind, weitergeben.
Aktuelles:
Seit Februar diesen Jahres haben wir unsere Praxisräume ein bisschen erweitert. Wir haben die Praxisräume unseres Kollegen Dr. Szudarski übernommen. Das gibt uns die Möglichkeit, in unserer Therapie flexibler und komfortabler für die nächsten Jahre zu sein, was ein echter Vorteil für unsere Patienten darstellt.
Wir haben 2 Wartebereiche, die bei Bedarf etwas entstauen. Wir haben 1-2 Akupunkturräume mehr, zuletzt auch Behandlungsräume.
Gesundheitsreform:
Jetzt ist es raus! Die Regierung kürzt den niedergelassenen Ärzten die Vergütung, um Geld für andere Ziele zu haben. Machen wir uns nichts vor: Der Staat hat selten so hohe Einnahmen gehabt wie in diesem Jahr. Nur die Prioritäten scheinen halt woanders zu liegen. Jedenfalls nicht bei Ihnen. Es wird in den Praxen zu Einbußen mit bis zu 25000 € pro Jahr kommen! Die Krankenhäuser sollen noch mehr sparen, obwohl sie schon so knapp finanziert sind, das wird definitiv Auswirkungen auf Ihre Versorgung haben.
Wie aber wird es in der ambulanten Versorgung werden?
Das wird eine neue medizinische "Zeitrechnung" nach der Gesundheitsreform werden. Und es wird nicht so wie früher sein, daß wir Ärzte das einfach wieder so hinnehmen werden. Es geht um Kosteneinsparung in den Praxen, damit diese überleben. Wir nicht mehr bereit, für Regierung und Krankenkassen umsonst zu arbeiten, da uns ein Budget wieder eingrenzt. Es bleibt uns nur, die Praxissprechstundenzeiten zu reduzieren, um Gelder einzusparen, damit die Praxen überleben. Dazu fordert uns die KV auf. Wir werden keine Leistungen ohne Vergütung mehr erbringen können wie bisher. Laut Vertrag der KV mit den Krankenkassen sind 25 Std. Sprechzeit pro Woche verpflichtend, das entspricht weniger als eine Halbtagspraxis erbringt. Auch wird es nicht mehr möglich sein, Patienten, die wöchentlich zu uns kommen, in dieser Häufigkeit zu betreuen. Diese Intensität wird nicht mehr möglich sein. Sprechstundenkontakte werden eingegrenzt und strenger koordiniert werden müssen. Doppelbehandlungen können wir nicht mehr durchführen. Wir Anspacher Ärzte werden besprechen, wie unsere Sprechstunden koordiniert werden können und wie sie aussehen werden.
Für Sie als Patienten wird es noch schwieriger werden, an Facharzttermine zu kommen. Das liegt daran, daß die Fachärzte prinzipiell vergütet werden wie im gleichen Quartal des Vorjahres, dann aber noch minus 25000 € /Jahr, egal ob sie mehr Patienten behandeln oder nicht. Durch die Kürzung aber heißt das weniger Patienten im Quartal als vorher, also weniger Termine! Haben sie ihr Patientenkontingent im Quartal ausgeschöpft, werden "zusätzliche Patienten" dann nicht mehr vergütet. Deswegen werden keine weiteren, sondern insgesamt weniger Termine mehr vergeben werden. Die Hausärzte werden das wiederum bei ähnlicher Budgetierung auffangen müssen. Das heißt, zusätzliche Termine für uns mit vollen Praxen. Die Krankenhausambulanzen sind jetzt schon überfüllt. Diese werden noch voller werden, da fachärztliche Betreuung ins Krankenhaus verlagert wird. Dort allerdings warten weniger Ärzte auf Sie wie vorher, denn auch die Krankenhäuser müssen zusätzlich sparen, eine Stellenreduzierung findet dort bereits statt.
Ihr Praxisteam